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Informationen zu Berlin 29.05.2014

Veröffentlicht am 15.06.2014

Wenn diese Alben passwortgeschützt sind, gebe ich das Passwort per email bekannt.

Endlich bin auch ich dazugekommen, meine Bilder auszupacken. Und noch in Erinnerung zu schwelgen. Wobei mich mein kleines Babyeinhorn noch an das Corbusierhaus erinnert, wenn ich mir das Gesicht wasche. Es gab ja hier im Wahlkampf die Partei, die in ihrem Programm den Punkt hatte, "für Babyeinhörner im Hardtwald". Ich habs getan und irgendwann in den nächsten Tagen an meiner Klimmzugstange wird es sich abnabeln und fröhlich davonhüpfen. Also aufpassen vor unsichtbaren Mauern, auf dass ihr es nicht wieder einfangt :-) Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Und ich muss auch ein Dankeschön sagen, es waren wunderschöne 4 Tage in Berlin mit euch allen. Und die Klänge des Carillon vom Abschiedskonzert nach der Sternfahrt klingen noch in meinen Ohren, ein Berlin-Magnet schmückt meinen Kühlschrank, Berlin hängt an meiner Lenkertasche, und das "Heim"weh ist noch gross. Und irgendwie habe ich irgendwo einen Koffer in Berlin, deshalb zieht es mich immer wieder hin, und als ich oben im Carillon war, da spielte er mir das Lied aus allen Glockenregistern. Ich musste einfach mal hoch. Jedesmal, wenn ich dort bin, zieht es mich dahin, aber nie habe ich mir die Zeit genommen, wirklich mit Muse zu verweilen. Es gab immer was zu tun. Als er diesmal spielte und unten den Zettel anheftete, dass er danach ein Führung macht, da musste diesmal die Zeit einfach sein :-) Es hat gut getan.

Irgendwie ist Berlin wie ein zuhause für mich. Vertraut, ich habe Erinnerungen, schöne Erinnerungen und auch flüchtige, weil man ja immer unterwegs ist, zu wenig Zeit hat, zuviel in den Tag, den Aufenthalt hineinpacken muss. Wo man doch einfach mal verweilen muss, man schlicht und einfach nur da sein will. Und trotzdem, an vielen Orten war ich vielleicht nur einmal, an manche kann ich mich nicht wirklich erinnern. Und trotzdem war mir alles sofort so vertraut, wenn ich mit euch da war, als wenn es meine Umgebung zuhause wäre. 

Und es gäbe noch so viel mehr zu entdecken. Es fiel mir schwer, wieder dieses zuhause gegen ein anderes zu tauschen.

Aber das ist der Lauf der Zeit, Auf den Fahrplantafeln in den Bahnhöfen steht immer Ankunft und Abfahrt nebeneinander.

Jetzt aber die Träne aus den Augen gewischt, an die Arbeit, und Bilder gezeigt.

Jetzt meine Bilder. Vielen Dank an Ursel, aus deinem Album habe ich mir die Bilder rausgeholt, auf denen ich zu sehen bin. Ich selbst kann mich ja kaum selber fotografieren und eine Tour leiten und fotografieren gleichzeitig geht auch nicht wirklich.

Bilder von mir, Cornelius 29.05.2014 in Berlin 

 

Die Alben sind äusserst vielfältig, da sieht man, wie jede und jeder einen eigenen Blickwinkel hat, dies und das als sehenswert ins Auge sticht, wo andere einfach vorbeiradeln.

viele Bilder der 39. Radsternfahrt finden sich in meinem Album und dem Album von Iris. Es war ein Riesenspass und auf dem Umweltfest zwischen der Siegessäule und dem Brandenburger Tor auf der Strasse des 17. Juni haben wir uns alle wiedergefunden.

Viel Spass beim Anschauen :-)

Bilder von Iris in Berlin

Bilder von Thomas Sf. in Berlin

Bilder von Ursel in Berlin über DropBox login

Wenn jemand selber einen Dropbox-Account hat, leitet das Öffnen von Ursel's Album offensichtlich auf den eigenen Account um. Ich versuche hier einen Link, der das eventuell umgeht, in diesem Link dann links "Fotos" anklicken. Bei mit gehen dann 2 Alben auf Juni 2014 und Mai 2014:

Bilder von Ursel in Berlin, über DropBox photos

ab Bild 9769 sind bei Ursel auch Bilder der Ai WeiWei - Ausstellung im Gropiusbau 

Bilder von Christa in Berlin (allerdings nur für iPad, iPhone)

Bilder von Christa in Berlin, über DropBox

Die Bilder von Christa ergänzen gut die anderen Bilder, sie hat viel mehr die Stimmungen von uns Radlern eingefangen.

Bilder von Helmut in Berlin

Hier einige Eindrücke von meinem Besuch an Ostern 2014, wo ich ausprobierte, was man zusammenstellen kann.

Bilder meiner Vortour Ostern 2014 in Berlin 

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morgen abend Mittwoch 28.05.14   23:00 Uhr ist es soweit

Abfahrt KA HBF 23:04 auf Gleis 12

Abfahrt HD HBF 23:33 auf Gleis 5

Wir Karlsruher treffen uns ab 22:40 bei der Bahnhofsbuchhandlung, sodass wir stressfrei hinten am Gleis 12 mit dem Aufzug hochfahren können. Wenn jemand später kommt und niemand bei der Buchhandlung mehr sein sollte, gleich auf Gleis 12 gehen.

Achtung, sich auf der Anzeigetafel vergewissern!

Ein Tipp: Am besten schon die Schlafsachen anziehen, dann hat man im Zug weniger Gewusel.

Noch ein Hinweis: Ein Handtuch mitnehmen, am besten Microfaser, das trocknet am schnellsten. Im Sunflower sind keine Handtücher im Zimmer.

Donnerstag morgen um 7:19 kommen wir in Berlin HBF an.

Um 10:00 ist dann auch gleich der erste Programmpunkt: Reichstag mit Führung und anschliessendem Besuch der Kuppel. Dieser Termin war der einzige in diesem Zeitraum, zu dem ich unsere Gruppe noch anmelden konnte. Die Gruppenliste ist eingereicht und bestätigt. Die Führung beginnt um 10:30 und dauert 90 Minuten. Anschliessend vielleicht noch eine halbe Stunde in der Kuppel und auf der Dachterasse, von der man wundervolle Blicke über Berlin hat und sich schon mal orientieren kann. Direkt blickt man auf das Brandenburger Tor mit der nach Berlin hineinreitenden Quadriga. Direkt daneben die amerikanische Botschaft rechts am Pariser Platz.

In den Reichstag kann man kein Gepäck mit reinnehmen und sollte auch möglichst wenig Metall dabei haben, da man an den Schleusen alles abgeben muss.

Damit man nicht hektisch zum Sunflower und zurück hetzen muss, schlage ich vor, alles in den Schliessfächern am HBF zu deponieren. Ich schaue, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, wie da die Möglichkeiten aussehen.

Dann haben wir nämlich entspannt Zeit, zu frühstücken und im Tiergarten in der Morgensonne schon mal Berlin auf uns wirken zu lassen.

An den folgenden Morgen heisst es dann früh aufstehen, um 8:30 habe ich für unsere Gruppe einen Frühstückstisch reserviert. Frühstück gibt es vom Buffet und wir haben eine halbe Stunde Zeit dafür.

Die Touren:

Eine lange Tour geht hinaus zum Wannsee. Bald schon am Anfang, noch in Kreuzberg, kann man eine Bergetappe einlegen. Denn Kreuzberg ist nicht nur ein Quartier, Kreuzberg ist auch ein Berg im Victoriapark, wo vom Gipfel ein 36 Meter hoher Wasserfall zu Tal plätschert. Oben auf dem Gipfel das Gipfelkreuz in Form einer Kirchturmspitze, alles gestaltet von Schinkel. Von hier oben hat man einen weiten Blick über Berlin. Und wie es sich für einen Berg gehört, lädt eine Berghütte zur Stärkung ein. Weiter geht es dann über Schöneberg mit dem Rathaus, am Bundesplatz vorbei, wo auf einem nahegelegenen Friedhof Marlene Dietrich ruht, nach Dahlem. Wir fahren durch die Durlacher Strasse, wo auf einem Schildchen darauf hingewiesen wird, dass die preussische Armee die badische Revolution erfolgreich niedergeschlagen hat, es ist halt die andere Sichtweise, nun ja. In der Matterhornstrasse sehen die prächtigen Villen schon alpenländischer aus und man nähert sich nach Nikolassee dem Wannsee. Das Strandbad hatte an Ostern schon mal zum Schnuppern und picknicken kostenlos geöffnet. Ich fragte den städtischen Mitarbeiter am Kassenhäuschen, wie es Ende Mai aussieht, nachdem die Wassertemperatur nur lausige 10 Grad betrug. Schwimmen kann man im Wannsee erst wirklich ab Juli, Ende Mai hat er normalerweise immer noch keine Badetemperatur. Also geht es weiter über Wannsee, Pfaueninsel, wo am Landufer schöne Biergärten zum Essen und Trinken einladen. Dann kommt auch schon die Glienecker Brücke, wo man einen Blick auf die Babelsberger und Potsdamer Schlösser hat und ein Stück weiter läd der Cecilienhof eingentlich schon wieder ein. Zurück geht es wieder nach Wannsee, wo man je nach Lust und Kondition in die S7 steigt oder an der Havelchaussee an Wannsee und Havel hoch Richtung Charlottenburg radelt. Wir kommen an der Heeresstrasse an, dort könnte man gleich die nächste Tour anschliessen mit Corbussierhaus, Olympiastadion, Schloss Charlottenburg, ... aber das ist wieder eine andere Tour. Wir radeln jetzt einfach direkt nach Berlin zurück, irgendwann könnte man rechts zur Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche und dem Kurfürstendamm abbiegen, im Tiergarten durch das Gaslaternenmuseum fahren, ... aber wie gesagt, das ist eine andere Tour. Wir lassen es diesmal rechts liegen, man sieht auch schon in der Ferne die Siegessäule am Grossen Stern und dann auch schon der Endspurt auf der Strasse des 17. Juni zum Brandenburger Tor.

 

All diese jetzt einfach dem Stalltrieb folgend liegengelassenen Punkte sehen wir dann, in der nächsten Tour, die uns zunächst in die Bernauer Strasse führt, zum Dokumentationzentrum Berliner Mauer. Dort gabes die bekannten Szenen des Volkpolizisten, der in voller Ausrüstung über den Stacheldraht sprang, dort gehörten die Häuser zu Ost-Berlin, aber der Gehweg vor dem Eingang zu West-Berlin. Vor dem Mauerbau konnten die Bewohner der Häuser noch ungehindert in den West und sich dort frei informieren, nach dem Mauerbau waren es die Szenen, als sie aus den Fenstern in den Westen kletterten und sprangen. Dort gab es auch die Fluchttunnel. Archäologen haben jetzt freigelegt, was trotz Bearbeitung des Todesstreifens noch an Fundamentresten vorhanden ist, damit man etwas einen Eindruck bekommt. Von dort geht es dann in die Kulturbrauerei des Hauses der Geschichte in der Knaakstr mit dem Leben in der DDR, es war interessant, den Besuchern, die dort gelebt haben, zuzulauschen, dieser Mischung aus Nostalgie und auf keinen Fall wieder haben wollen. Und für mich als „Westler“ klang einiges eher wie eine Satire als wie echtes Leben. Zum Beispiel die Dokumentation der Hochzeitszeremonie in einem Standesamt. Am Anfang klang es noch irgendwie romantisch, was die Standesbeamtin dem jungen glücklichen Brautpaar sagte, aber dann wurde es ernst, als sie ihnen erklärte, warum sie eigentlich hier sind. Wie gesagt, keine Satire, sondern ein Film zu Vorbereitung auf die Aufgaben in der Gesellschaft. Die Ausstellung über das DDR Kult-Comic Mosaik Dig, Dig, Digedag, das Hannes Hegen als Gegengewicht herausgab, um die Kinder von der amerikanischen „Schundliteratur“ wegzubringen. Nur so sozialistisch systemtreu, wie es die Regierung wollte, habe sie ihn nicht hingekriegt, er hatte den Anspruch, ein umfassenderes Weltbild zu vermitteln. 

In der Oranienstrasse die Synagoge, am Hackeschen Markt kann man sich stärken, oder auch am Strandbistro an der Museumsinsel. Durch den Tiergarten zum Schloss Bellevue. Hansaviertel mit den Häusern von Gropius und den Architekten des neuen Bauens zur Internationalen Bauausstellung 1957. Dazu gehört auch das Cobussierhaus, konzipiert als eine Stadt in einem Haus, in dem auch Geschäfte und Strassen ein in sich geschlossenes Wohnen ermöglichen sollten. Durch seine Grösse passte es nicht ins Hansa-Viertel und wurde deshalb draussen auf dem Hügel beim Olympiastadion gebaut. Jetzt kommen wir von dort auf dem Rückweg am Schloss Charlottenburg, der (weitgehend eingerüsteten) Gedächtniskirche vorbei, durch die Gaslaternenstrasse durch den Tiergarten vor zum Bauhaus-Archiv, dem Viertel mit den Botschaften. Einem Biergarten am See mit Ruderbootverleih, wo man sich anschliessend in den vielen Flussläufen fast verirren kann.

 

Spass macht es auch, über die Hasenheide zum ehemaligen Flughafen Tempelhof zu radeln. Und dann mit Vollgas auf der Startbahn immer mehr beschleunigen, die Gebäude kommen näher und näher, jetzt die Arme ausbreiten, abheben und schweben. Man hat ja immerhin mehr als 2 km Zeit sich das zumindest geistig vorzustellen.

 

Und dann gibt es ja noch die Museen, nicht nur auf der Museumsinsel.

 

Und vom Bahnhof, Reichstag fahren wir entlang des Mauerradwegs nach Friedrichshain, dort wo die berühmte East-Side-Galerie ist, dort in der Nähe ist auch unser Sunflower.

 

Und dann ist da noch etwas. Am Sonntag 1. Juni 2014 ist die 38. Fahrradsternfahrt Berlin. Mit bis zu 250.000 Radlern ist das die weltweit grösste Fahrraddemonstration dieser Art.  Der Endpunkt ist am Grossen Stern (Siegessäule) und geht in einer grossen Festmeile auf der Strasse des 17. Juni auf.  Eigentlich wird dort immer gefeiert, wenn ich nach Berlin komme. An Ostern stand da ein Riesenrad mit Volksfest, auch bei meinen letzten Touren war dieser Abschnitt oft gesperrt, weil irgendwas gefeiert wurde. Da wir ja schon relativ nah am Ziel wohnen, kommt die Sternfahrt am Ostbahnhof erst um 12 Uhr vorbei, dann geht es allerdings erst mal Richtung Südwest auf der Strecke zum Wannsee weg vom Ziel, damit man auf den Südring, die A100 kommt. Von dort geht es dann über den Bahnhof Zoo, Tiergarten zum Grossen Stern.  Für Kinder gibt es alternativ über die Jannowitz-Brücke den direkten Weg ohne Umwege von der Ostseite her, das dürfte in etwa der Weg sein, den wir auch die Tage vorher immer wieder gefahren sind.

Unser Gepäck können wir im Sunflower bis zum Abend lassen, der CNL fährt ja erst nach 22 Uhr. Das hat den Vorteil gegenüber dem Schliessfach im Bahnhof, dass man bei Bedarf immer an sein Gepäck kommt. Das Schliessfach kann man untertags nicht öffnen, es sei denn, man löst den Obolus ein weiteres Mal (6 EUR oder 4 EUR in der kleinen Box).

RR1 Berlin Schlossplatz – Wannsee 28 km

Etappe 1 Schlossplatz – Kreuzberg  Sehenswürdigkeiten 1 - 6

Unter den Linden, Schlossplatz (1), zur Oberwallstrasse (Richtung Brandenburger Tor)

(2) Friedrichswerdersche Kirche, (3) Auswärtiges Amt

(4) Gemdarmenmarkt

Mohrenstrasse, Markgrafenstrasse Richtung Süden .

Vor der Kochstrasse rechts den Mauerradweg zur Friedrichstrasse (5) Checkpoint Charlie. Wenn man nicht gleich die Friedrichstasse nach Süden weiterfährt ist dort die Gedenkstätte zum Grauen der Mauer und das Gropiusmuseum. Ausserdem kann man mit einem stationären Fesselballon aufsteigen. Am Checkpoint ist auch das private Mauermuseum.

Die Friedrichstrasse bis zur Rahel-Varnhagen-Promenade. Dort ist das Jüdische Museum (6)

Beschreibung der Sehenswürdigkeiten, die Texte sind der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entnommen.

1. Schloßplatz

Die Schlossinsel, Querungsstelle einer alten Ost-West-Handelsstraße über die Spree, ist die historische Mitte Berlins und Keimzelle der Doppelstadt Berlin-Cölln. Burg und Schloss am Spreeübergang wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch Andreas Schlüter zur bedeutendsten Barockresidenz Deutschlands ausgebaut. Die sozialistische Stadtplanung der DDR ersetzte das Machtzentrum der Hohenzollern durch den Palast der Republik. An dem städtebaulich exponierten Ort soll das Humboldt-Forum,  eine Replik des ehemaligen Stadtschlosses, entstehen.

 

2. Friedrichswerdersche Kirche

Die von Karl Friedrich Schinkel 1824–30 als erste im neugotischen Stil entworfene Backsteinkirche wird von bekrönten Wandpfeilern und zwei filigranen Portaltürmen überragt. Sehenswert ist die Skulpturensammlung aus der Zeit des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, insbesondere das anmutige "Doppelbildnis der Prinzessinnen Luise und Friederike".

 

3.  Auswärtiges Amt

Das Ministerium ist Zeugnis neuer Architektur nach der Wende in der historischen Mitte Berlins. Die im Jahr 2000 von Thomas Müller und Ivan Reimann als Gegenüber der noch zu rekonstruierenden Bauakademie konzipierte Blockbebauung reflektiert in seiner gläsernen Fassade die Doppeltürme der Friedrichswerderschen Kirche.

 

4. Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt ist der schönste Platz und Höhepunkt des historischen Städtebaus in Berlin. Flankiert von den Zwillingsbauten Französischer Dom und Deutscher Dom befindet sich in der Platzmitte das von Karl Friedrich Schinkel 1818-21 entworfene Schauspielhaus, heute als Konzerthaus genutzt.

 

5. Checkpoint Charlie Grenzüberganstelle

 

6. Jüdisches Museum

Das 1998-2000 von Daniel Libeskind entworfene, gleichsam wie ein Blitz in den Stadtgrundriss eingefügte Museum soll einen zerbrochenen Davidstern symbolisieren. Die extravagante Architektur steht im bewussten Gegensatz zu dem als Kollegienhaus erbauten ehemaligen Kammergericht im barocken Stil, Wirkungsstätte des romantischen Dichters E. T. A. Hoffmann als preußischer Kammergerichtsrat.

 

 

Etappe 2 Schöneberg – Friedenau  Sehenswürdigkeiten 7 - 11

Wo man links in die Grossbeerenstr. einbiegt, steht das Willy-Brandt-Haus (7). Rechts Richtung Potsdamer Platz steht das Tempodrom (8) und etwas südlich das Deutsche Technikmuseum mit einem Rosinenbomber auf dem Dach (9).  Hier kommt man vorbei, wenn man statt auf der Grossbeerenstr. auf der Parallelstrasse rechts davon fährt.  Am Viktoriapark (10) mit dem Kreuzberg, dem Wasserfall und der gotischen Turmspitze biegt man rechts ab in die Kreuzbergstrasse. Bis hierhin sind es 4 km.

Monumentenstr. – Erdmannstr. – Belziger Str. – Schöneburger Rathaus (11) (7 km)

Weiter Freiherr-von-Stein-Str. -  Fritz-Elsas-Str. – Durlacher Str. – Prinzregentenstr. – Varzinger Str. (8,5 km)

 

7. Willy-Brandt-Haus

Wie ein Schiffsbug ragt der 1993–96 von Helge Bofinger im Rahmen der Internationalen Bauausstellung entworfene Gebäudekomplex der SPD-Bundeszentrale in den Stadtraum zwischen Wilhelm- und Stresemannstraße.

 

8. Tempodrom

Die weiße Dachkonstruktion gehört zu einem Symbol alternativer Kulturgeschichte in Berlin. Aus einem Zirkuszelt im Tiergarten wurde ein fester Veranstaltungsort auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs. Gebaut nach Entwürfen des Büros von Gerkan, Marg & Partner.

 

9. Deutsches Technikmuseum Berlin

Schon von weitem sichtbar hängt hoch über dem Dach des Technikmuseums eine von der Berliner Bevölkerung während der Blockade 1948–49 liebevoll „Rosinenbomber" getaufte C-47 B, die ihren Einsatz in der alliierten Luftbrücke hatte. Das Museum ist nicht nur spannend für Eisenbahnfans, Schifffahrts- und Flugzeugbegeisterte, sondern auch für Kinder, die hier durch Anfassen und Ausprobieren Technik begreifen können.

 

10. Viktoriapark

In der Sichtachse der Großbeerenstraße ragt der Kreuzberg in den Berliner Himmel, Namensgeber für den gleichnamigen Stadtteil. Auf der Spitze, über einem für Berliner Verhältnisse beeindruckenden Wasserfall, erhebt sich ein 1878–79 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel zur Erinnerung an die Freiheitskriege errichtetes gusseisernes Denkmal in Form einer gotischen Turmspitze.

 

11. Rathaus Schöneberg

Vor der Wende war das Rathaus Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin und Schauplatz vieler politischer Kundgebungen. Vom Balkon des Rathauses ermutigte der amerikanische Präsident J. F. Kennedy am 26. Juni 1963 die vom Mauerbau eingeschlossenen Berlinerinnen und Berliner mit den Worten "Ich bin ein Berliner". Seit Beendigung der Blockade 1950 läutet die, von der amerikanischen Bevölkerung gestiftete, Freiheitsglocke vom Turm des Rathauses täglich um 12 Uhr mittags.

 

 

Etappe 3 Dahlem - Zehlendorf  Sehenswürdigkeiten 12 - 15

Südwestkorso, vorbei am Friedhof Friedenau mit dem Grab von Marlene Dietrich (12) – Schorlemerallee (13,5 km) – Archivstr – Brummerstr.  – Saargemünder-Str.  (13),  Freie Universität (14)  und nördlich, etwas abseits (15) Jagdschloss Grunewald.

 

12. Friedhof Friedenau

Auf dem Künstlerfriedhof im bürgerlichen Stadtteil Friedenau ruhen viele Persönlichkeiten. Die Fangemeinde der Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich besucht hier das Grab der durch den Film "Der blaue Engel" 1930 international berühmt gewordenen Filmdiva.

 

13. Domäne Dahlem

Vom alten Dorf Dahlem sind nicht nur der Dorfanger, die Kirche und der Friedhof erhalten geblieben, sondern auch die Domäne Dahlem. Das Landgut mit dem 1680 errichteten Herrenhaus gibt heute Einblick in die landwirtschaftliche Entwicklung Berlins und Brandenburgs. Bekannt und beliebt ist der weihnachtliche Textilhandwerksmarkt auf der Domäne.

14. Freie Universität

Berlin hat vier Universitäten. 1948 von Professorinnen und Professoren sowie Studierenden im Villenvorort Dahlem als Alternative zu der im ehemaligen Ostteil der Stadt gelegenen Humboldt-Universität gegründet. 1968 war sie Schauplatz zahlreicher spektakulärer Go-Ins mit dem Studentenführer Rudi Dutschke. Im Audimax der Universität konstituierte sich als Forum studentischer Opposition die APO (Außerparlamentarische Opposition).

 

15. Jagdschloss Grunewald

In der Umgebung Berlins gibt es viele Jagdschlösser der brandenburgischen Kurfürsten. Malerisch liegt das 1669–1701 von Johann Arnold Nering und Martin Grünberg umgebaute Jagdschloss am Grunewaldsee. Heute als Jagdmuseum und Gemäldesammlung für Bilder aus dem 15.-19. Jahrhundert genutzt.

 

Etappe 4 Grunewald - Nikolassee  Sehenswürdigkeit 16

Argentinische Allee – Mexikoplatz (16) (15,5 km) – Matterhornstr. -  Spanische Allee (18,5 km)

16. Mexikoplatz

Einer der schönsten Schmuckplätze im Südwesten Berlins, umgeben von stattlichen Landhausvillen und einem im Jugendstil errichteten Bahnhofsgebäude, ist der Mexikoplatz. Der mit Bau der Eisenbahnlinie Berlin-Potsdam entstandene Platz wurde 1905–07 vom Zehlendorfer Gartenbaudirektor Emil Schubert gestaltet und steht heute unter Denkmalschutz. Die farbenfrohe Grünanlage und das in der Bahnhofsvorhalle eingerichtete Café mit Buch-, Zeitungs- und Blumenkiosk laden zu allen Jahreszeiten zum Verweilen ein.

 

Etappe 5 Wannsee  Sehenswürdigkeiten 17 - 24

Borussenstr. , von hier kann man einen nördlichen Abstecher zum Strandbad Wannsee machen (17) – Kronprinzessinenweg (Teil des Berliner Mauerwegs) – Königstrasse, mit Möglichkeit eines Abstechers zur Liebermannvilla (18), Haus der Wannseekonferenz (19) am Westufer des grossen Wannsee. Am Ortsende von Wannsee rechts in Pfaueninselchaussee in den Wald. (22 km) (Mauerweg)  - Pfaueninsel (20)  (24c) (21)

 

17. Strandbad Wannsee

Der Lido Berlins ist das größte Binnenstrandbad Europas. Der 1.275 m lange Sandstrand mit seinen in das hohe Ufer der Havelberge hinein gebauten Terrassen wurde 1929–30 nach Plänen von Martin Wagner und Richard Emisch angelegt. Die mit gelben Klinkern verkleidete Anlage ist ein herausragendes Beispiel moderner europäischer Freizeitarchitektur.

18. Liebermannvilla

Das Landhaus war die Villa des bekanntesten deutschen Impressionisten Max Liebermann. Villa und Garten wurden nach den farbenfrohen Gartenbildern des Malers rekonstruiert. Ein Geheimtipp nicht nur für Garten- und Kunstbegeisterte.

19. Haus der Wannseekonferenz

In der Villa wurde am 20. Januar 1942 die so genannte "Endlösung der Judenfrage" beschlossen. Die Villa ist heute Bildungsstätte und Dokumentationszentrum des Völkermordes an den bis zu 6 Millionen jüdischen Opfern.

20. bis 24. Preußens Arkadien

Arkadien: das ist ein Synonym für eine idyllische Landschaft und philosophische Vorgabe für eine idealtypische Verbindung von Mensch, Architektur und Natur. Schon die Brandenburger Kurfürsten wandelten die Umgebung ihrer Potsdamer Residenz zwischen Werder und Pfaueninsel in eine barocke Parklandschaft um. Die Verbindung von Architektur und Landschaft ist auch Vorgabe für die Preußenkönige Friedrich II., Friedrich Wilhelm III. und IV. Verbunden mit der Weiterentwicklung und Umgestaltung zu einer der schönsten Parklandschaften Europas sind berühmte Namen wie Fürst Pückler und Joseph Peter Lenné.

Heute steht die im Zeitraum von über drei Jahrhunderten entstandene Gartenlandschaft als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

20. Pfaueninsel

Wer an der Fährstelle zur Insel übersetzt, begrüßt vom grellem Geschrei zahlreicher Pfauen, findet den Namen der Insel bestätigt. Die Pfaueninsel war die Lustinsel der Preußenkönige in der Havel. Hier wurden exotische Tiere gehalten, experimentierte der Glasmacher Johann Kunckel. In der Sichtachse zum Marmorpalais am Heiligen See ließ Friedrich Wilhelm II. ein Ruinenschlösschen bauen, Ziel für Lustfahrten über den Jungfernsee.

21. St. Peter und Paul auf Nikolskoe

Auf dem hohen Ufer der Havel liegen, mit einer beeindruckenden Sicht über die Havellandschaft, die Kirche St. Peter und Paul und die Traditionsgaststätte Blockhaus Nikolskoe. Auch St. Peter und Paul, 1837 nach Plänen des Architektenkönigs Friedrich Wilhelm IV. und seines Hofbaumeisters Ludwig Persius auf einem Bergsporn der Havelhöhen erbaut, ist mit seinem über die abendliche Schlösserlandschaft klingenden Glockenspiel Bestandteil des Landschaftsgemäldes an der Unterhavel.

 

 

Etappe 6 Potsdam  Sehenswürdigkeit 22 - 24

Glienecker Brücke, Parklandschaft Potsdam, Babelsberg. Der Mauerweg geht um die Seen herum an das andere Ufer (28 km)

 

22. Sacrower Heilandskirche

Vom Gegenufer der Havel grüßt die Sacrower Heilandskirche herüber. Wie der Bug eines Schiffes schiebt sich die von einem Säulengang umgebene und von einem Campanile überragte Basilika in die Wellen der Havel. Die nach Plänen von Ludwig Persius 1841-44 errichtete Heilandskirche ist neben der Friedenskirche in Potsdam eines der bedeutendsten Kirchenbauwerke des Architekten und eines der herausragenden Bestandteile des Gesamtkunstwerks Preußens Arkadien.

23. Glienicker Brücke

Die Brücke nach Potsdam im südwestlichen Zipfel Berlins war nicht nur Kontrollpunkt zwischen West-Berlin und der DDR, sie war gleichzeitig Symbol der Konfrontation zwischen Ost und West, Ort für den Austausch von internationalen Spionen, düstere Kulisse zahlreicher Spionageromane und Filme. Heute ist sie Mittelpunkt einer heiteren Seenlandschaft, umgeben von malerischen Schlössern und Parkanlagen.

24. Fünfschlösserblick

Auf dem Weg nach Potsdam schweift das Auge über Jungfernsee, Glienicker Laake und den Tiefen See. Es öffnet sich der Blick auf fünf Schlösser. Nördlich der Brücke auf der Berliner Seite sind der Rundbau der Großen Neugierde, das Kasino sowie das Hofgärtner- und Maschinenhaus der klassizistischen Schlossanlage Glienicke zu sehen (24a). Das Schloss selbst versteckt sich hinter Bäumen. Vom Gegenufer des Jungfernsees schimmert das barocke Schlösschen Sacrow aus der Baumkulisse (24b). Weiß leuchtet das Ruinenschlösschen auf der Pfaueninsel herüber (24c, siehe Karte "Etappe Wannsee"). Südlich der Brücke, englischer Gotik nachempfunden, ragt das Schloss Babelsberg vom hohen Ufer in den blauen Himmel (24d). Und fast unsichtbar, zwischen der Königstraße und der Glienicker Laake, verborgen hinter alten Parkbäumen, liegt verträumt das Jagdschloss Glienicke, ursprünglich Jagdschloss des Großen Kurfürsten (24e).