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NorddeichNorddeich

Die Möwe Jonathan, NorderneyDie Möwe Jonathan, Norderney

HamburgHamburg

Berlin, OberbaumbrückeBerlin, Oberbaumbrücke

Begegnung im LuberonBegegnung im Luberon

Arc-et-Senans, JuraArc-et-Senans, Jura

Colorado, LuberonColorado, Luberon

Canal du MidiCanal du Midi

Paris Gare-du-NordParis Gare-du-Nord

GreetsielGreetsiel

Historie aus Cornelius-tours.ms 2014 - 2012

Veröffentlicht am 10.05.2012

Cornelius-tours gibt es nicht mehr. Die Inhalte von früher habe ich in Textform gerettet. Sie sind hier zu sehen.

Cornelius Berkmann.de

Die Zukunft hat viele Namen,
für die Zögernden ist sie das Unerreichbare,
für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte,
für die Mutigen ist sie die Chance.
(Victor Hugo)

 


in Hamburg begrüssen einen Musikklänge beim Verlassen des Hauptbahnhofs am Morgen, so ähnlich wurden wahrscheinlich die Überseedampfer begrüsst; in Avignon sind es die plappernden Ampelmännchen, deren Gruss für mich zu der Stadt gehört, wenn ich den Bahnhof verlasse und am Ende der Strasse im noch dunklen Morgen den Place d'Horlogue und den Papstpalast versuche, zu erahnen, ... egal, wo, ich radle der Sonne entgegen, die Leichtigkeit des Seins lässt sich mit dem Fahrrad am ehesten erleben. Kein Ballast, nur das nötige an Gepäck und viel Neugierde. Gerade aus der Region Karlsruhe, Strasbourg mit seinen Nachtzuglinien bietet es sich an, in's rollende Bett zu steigen. Oder aber auch die Umgebung hier zu erkunden. Und nicht nur, dass es Spass macht, dass es Leib und Seele gut tut, das Klima wird uns diese Art zu reisen, ganz besonders danken. Und das kommt ja uns wieder zugute. Denn gute Zeiten kommen nicht, wir brauchen auch nicht darauf zu warten, es sei denn, wir machen sie selber ;-)) [zuletzt bearbeitet 17.12.2013]
Hinweis: alles was rot und/ oder unterstrichen ist, ist ein Link und kann für weitere Informationen, Bilder angeklickt werden. Und nun viel Spass ;-))
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Touren 2014

SO 06.04.14 Pamina Radweg nach Seltz, Museum Haus Krumacker
Seltz (Saletio) war eine Keltensiedlung. Zahlreiche Funde, das wertvollste ein Bronceschwert , führten zum Museum im Haus Krumacker. Jeden 1. Sonntag von 14 – 17 Uhr geöffnet. Länge 90 km in der Ebene. SA+SO 10.05.+11.05.14 Trier Saar, Mosel Wochenendtour Anreise mit der Bahn bis Merzig. Saarschleife, Saarburg, Konz, Trier mit Porta Nigra, Dom, Liebfrauenkirche, Constantin Basilika, Kaiserthermen, Barbara Therme, Römerbrücke, Karl-Marx-Haus Da ich Übernachtung buchen muss, Anmeldung 4 Wochen vorher 29.05.14 - 01.06.14 Berlin hat ein Jubiläum, 25 Jahre Mauerfall, Geschichte, Architektur, Natur Im Zeitraum von Christi Himmelfahrt bis Sonntag. Anreise mit dem CityNightLine, sodass man wirklich 4 volle Tage für Berlin hat. Da ich Übernachtung buchen muss und günstige Bahntickets will, Anmeldung mindestens 8 Wochen vorher, besser noch bis 25.02.14. Man ist mit wenigen Pedalumdrehungen im Zentrum der Macht, nicht weit vom Hauptbahnhof ist der Bundestag im Reichstag, das Kanzleramt. Richtung Westen sieht man die Siegessäule, ist der Tiergarten. Richtung Osten Brandenburger Tor, Unter den Linden, am Dom vorbei sieht man schon den Fernsehturm am Alex. Karl-Marx-Allee mit ihren pompösen Wohnzeilen im Zuckerbäckerstil. Am Frankfurter Tor geht es rechts die Warschauer Strasse zur Oberbaumbrücke. Wir sind hier in Friedrichshain, auf der anderen Seite der Spree ist Kreuzberg. Aber hier auf der Ostseite steht auch die East-Side-Galerie mit dem berühmten Stück Mauer, die von Künstlern aus aller Welt bemalt ist. Hier in Friedrichshain ist im Sunflower auch unser Quartier, ein etwas anderes Hostel, in dem jedes Zimmer ein buntes Kunstwerk ist. Es ist jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, schon wieder etwas anders, weiter entwickelt, aber immer noch das Sunflower. Ein Stück Berlin, denn Berlin ist nicht, Berlin wird ... . Geschichte und viele Facetten von Berlin kann man auf dem Mauerrundweg erfahren, da kommt man überall vorbei. Wir werden einige Teile des Mauerrundwegs radeln, Architektur aus dem Laufe der Geschichte anschauen, aber auch in der Natur entspannen. Einige Anhaltspunkte: Bernauer Strasse, Check-Point Charlie, der Wachturm in der Stresemannstr. ..., Architektur, die schon erwähnte Karl-Marx-Allee und als Gegenstück das bei der Internationalen Bauausstellung 1957 erbaute Hansa-Viertel mit dem Gropius-Haus und beim Olympia-Stadion das Corbusier-Haus. Aber natürlich auch Gendarmenmarkt mit dem Deutschen und Französischen Dom, Reichstag, Kanzleramt, ... Brandenburger Tor, die Quadriga zeigt dem Westen Berlins nur den Hintern, denn der Westen, wo der Tiergarten ist, das waren die Felder vor Berlin (im Krieg haben die Berliner dort übrigens wieder Kartoffeln und Feldfrüchte angebaut, der Wald wurde verheizt), Berlin Mitte ist im Osten. Natur mit dem Tiergarten, wo man unter anderem Schloss Bellevue mit dem Bundespräsidialamt und am anderen Ende den Potsdamer Platz erreicht. Am Potsdamer Platz, vor all den neuen Hochhäusern, steht immer noch die älteste Verkehrsampel der Welt, das rote und grüne Licht wandert oben auf einem horizontalen Kreis um die Ampel und gibt so die Richtung frei oder sperrt sie. Oder 25 km weiter draussen der Wannsee, Glienecker Brücke, die Parklandschaften von Potsdam, Pfaueninsel ... Berlin und seine Umgebung haben unheimlich viel zu bieten und sind einfach schön.
SA 05.07.14 600 Jahre Jubiläum Konzil Konstanz
Anreise mit der Schwarzwaldbahn. Jubel kommt vom jüdischen Wort „Jobel“, einem Widderhorn. Mit dessen Ertönen wurde ein Jubeljahr begonnen. Deshalb wird ein Ziel dieser Radtour auch die eine oder andere Ausstellung sein für die, die es interessiert. Das Konzil von Konstanz (1414-1418) wurde auf Veranlassung von König Sigismund von inzwischen 3. Papst Johannes XXIII einberufen. Konstanz war neutral und hatte die notwendige Infrastruktur. Themen waren die Beseitigung des Schismas, die notwendigen Reformen der Kirche, und die Lehren von Jan Hus, John Wyclif, Hieronymus von Prag.Die Imperia von Peter Lenk an der Hafenmole erinnert satirisch an die weltliche Seite des Konzils. Zu den beiden nackten nur mit den Insignien ihrer Macht bekleideten Figuren in ihren Händen sagt Peter Lenk: „... Es handelt sich bei den Figuren der Imperia nicht um den Papst und nicht um den Kaiser, sondern um Gaukler, die sich die Insignien der weltlichen und geistlichen Macht angeeignet haben. Und inwieweit die echten Päpste und Kaiser auch Gaukler waren, überlasse ich der geschichtlichen Bildung der Betrachter ...“ Gengenbach Adventskalender 22.12.2013
es ist ein Brauch von Alters her, die Schwarzwaldbahn fährt hin und her, und Dienstag, die GroKa wird eingesetzt, der Bundespräsident auch hierher wetzt zum grössten Adventskalender der Welt, die Stadt pro Tag ein Türchen zählt. Punkt sechs geht sie auf mit grossem Programm, Zeremonie, Theater und viel Tamtam. Für Kreuzrätselfans eine Stadt, der Buchstaben 10, von weitem schon sind die Türme zu seh'n der erste ein G, und hinten ein Bach, genau, erraten, es ist Gengenbach. Der Advent steuert seinem Höhepunkt zu, bevor sich auf einmal die Ereignisse überstuerzen und wieder einmal plötzlich und total unerwartet Weihnachten vor der Tür steht. Es war gerade erst der erste Advent und naechsten Sonntag ist auf einmal schon der 4. Klammheimlich im Schutze der langen dunklen Naechte angeschlichen. Wie dem auch sei, wer Lust hat, am Sonntag dabei zu sein, wie das 22. Türchen geöffnet wird, diesmal ist das Thema moderne Kindermärchen wie Harry Potter, Pippi Langstrumpf, Sams, ... Ein Gang durch die mittelalterlichen Gassen mit den grossen Kohlekellern, Stadtmauer. Das Museum Haus Löwenberg mit seinen Schau- und Staunräumen, seinem Knödelfresser, der Überkopf-Kugelbahn (Museumspass nicht vergessen, er gilt auch hier), ... Also wer Lust hat, bitte melden. Wenn wir hier um 15:09 abfahren, haben wir in Gengenbach 2 Stunden fuer Stadt, Weihnachtsmarkt, Museen bis um 18 Uhr die Zeremonie beginnt. Wenn wir dann um 18:51 zurueckfahren, koennen wir ohne Umsteigen nach Karlsruhe fahren. Hier ein Kurzfahrplan, die Bahnen fahren im Stundentakt KA - Gengenbach: 14:09 16:09 ohne Umsteigen KA - Offenburg umsteigen - Gengenbach 15:09 Gengenbach - Karlsruhe 18:51 Gengenbach - Offenburg umsteigen - Karlsruhe 19:45 In Gengenbach ist alles zu Fuss erreichbar, man kann das Fahrrad in Karlsruhe stehen lassen. Und hier noch Gengenbach: Gengenbach Adventskalender
JAHRESAUSKLANG 2013 FR 06.12.13 19 Uhr Prinz Max Palais
es war doch grade Sommer noch, schweisstreibend war's Azorenhoch, man radelte im Ueberschwang. Und plötzlich sind sie nicht mehr lang, die Tage. Echt kurz, das ist kein Klax.
Zeit zum Treffen im Prinz Max
Ich habs getan, und hör jetzt auf zu dichten, um in Prosa zu berichten:
Ich habe heute mal vorsorglich wieder die Bank hinten an der Wand für Freitag 6.12.13 im Prinz Max, Uhrzeit 19:00 reserviert. Wer Lust und Zeit hat, zu kommen, gebe mir bitte Bescheid, damit ich einen Überblick habe, wieviel Plätze ich letztendlich reservieren muss.

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Touren 2013

SO 14.04.2013 Ottersdorf
SO 14.04.2013 Ottersdorf, die Tour
auf dem Paminaradweg durch die Rheinauen nach Ottersdorf, vorbei am historischen Aalschocker "Heini" - über Fähre Plittersdorf - Munchhausen zurück 80 km. Flach. Treffpunkt um 10 Uhr am ADFC Infoladen in der Kronenstrasse

Von der Alb über die Rheinauen und den Rheindamm geht es an Neuburgweier vorbei zur Murg und von dort über Plittersdorf zum Aalschocker kurz vor Wintersdorf in einem Altrheinarm. Bis 1989 wurden noch Aale gefischt, der Aalschokker „Heini“ war das letzte aktive Schiff. Der Aalbestand ist durch die starke Nutzung des Rheins auch nachts mit Radar immer weiter zurückgegangen, sodass mit dem Ruhestand des letzten Fischers der Fischfang endete. 1938 gab es zwischen Mannheim und Karlsruhe noch 22 Fischer. Jetzt ist es Teil des Riedmuseums in Ottersdorf, wohin unsere Tour jetzt weitergeht. Am Freiluftmuseum, welches das Leben im Ried zeigt, stehr auch das historische Gasthaus Lamm, wo wir einkehren können. Bis hierhin sind es etwa 40 km. Zurück geht es dann direkt Richtung Plittersdorf zur Gierseilfähre. Diese Fähre quert ohne Motor den Rhein, sie hängt an einem Seil, und wird von der Strömung getrieben. Wir sind jetzt in Seltz (Elsass) und radeln auf dem französischen Teil des Pamina-Weges wieder zurück bis Neuburg (Pfalz). Dort geht es mit der Fähre wieder auf die badische Seite und über den Rheindamm nach Rappenwoerth und von da weiter zur Alb und nach Karlruhe. Die ganze Tour ist dann zwischen 80 und 90 km lang und durchgehend flach.

Für die folgenden Touren treffen wir uns im HBF Karlsruhe, die genauen Uhrzeiten werden dann zeitnah festgelegt. Hier jetzt erst mal die ins Auge gefassten Zeiten:
SO 05.05.2013 von St. Georgen auf der Wasserscheide über Hornberg - Hausach nach Gengenbach.
65 km, anfangs moderate Steigungen und dann permanent abwärts ins Tal. Eine Anmerkung, bis die Zuflüsse der Donau auf das gleiche Höhenniveau wie der Rhein, der gerade mal 40 km weg ist, gefallen sind, braucht die Donau die Entfernung bis Wien. Wir fahren es runter, nicht Richtung Wien, gute Bremsen sind deshalb schon vonnöten. An- /Abreise mit der Schwarzwaldbahn. Abfahrt HBF KA 9:09
zur Tour St. Georgen Wasserscheide SO 05.05.2013 Impressionen

Bilder zur Tour vom 05.05.2013 von Mitradlern aufgenommen. Danke, denn damit bin ich auch mal auf einigen Bildern :-)

Weiteres zum Tourverlauf, Abfahrtszeit, Treffpunkt
9:09 Gleis 6 10:53 St. Georgen Da man für das BW-Ticket die Personenzahl genau wissen muss (Pro Ticket zwischen 1 bis 5 Personen), muss ich exakt wissen, wieviele Personen mitfahren. Deshalb ist es dringend empfohlen, sich bis spätestens den Samstag vorher anzumelden. Am besten über email oder die online-Anmeldung auf der ADFC-Seite. Damit ich eine Übersicht habe und eventuell noch ein Ticket ergänzen kann, treffen wir uns bis 8:45 in der Bahnhofshalle an der Buchhandlung. Um diese Zeit trifft auch der Zug ein, um sich Fahrradplätze zu sichern, gehen wir sofort auf den Bahnsteig.

von St. Georgen auf der Wasserscheide über Hornberg - Hausach nach Gengenbach.
Auch wenn wir in St. Georgen am höchsten Bahnhof der Schwarzwaldbahn sind, im Sommerau-Tunnel war der Scheitelpunkt der Bahnstrecke, müssen wir noch etwa 8 km radeln, bis wir auch mit den Fahrrädern den höchsten Punkt der Wasserscheide erreicht haben. Der Höhenunterschied ist dabei unter 100 m, wobei man allerdings zwischendrin zum Verschaufen auch schon mal etwas Höhe verliert. Eindrucksvoll ist, wenn wir oben auf dem Scheitelpunkt der Wasserscheide Richtung Passhöhe radeln. Richtung Westen fliesst dann alles über den Rhein Richtung Nordsee, Richtung Osten alles über die Donau Richtung Schwarzes Meer. Doch fliesst wirklich alles Richtung Schwarzes Meer? So wie es ein kleines Dorf gab, das die Frage, ob ganz Gallien von den Römern besetzt war, nicht mit einem eindeutigen Ja beantworten liess, gibt es auch östlich von hier oben auf der Wasserscheide, eine kleine Stadt, Immendingen, ebenfalls ein Bahnhof der Schwarzwaldbahn, welches einen "Asterix" beherbergt, der diese eindeutige Trennung, so wie man sich eine Wasserscheide vorstellt, ins Wanken bringt. Das ist das Naturschauspiel der Donauversickerung. Das Wasser, das dort im Karst des Weissen Jura versickert, kommt am Aachtopf, der grössten Quelle Deutschlands wieder ans Tageslicht und fliesst von dort bei Radolfszell in den Bodensee. Von dort ist es natürlich nicht mehr weit, um zum Rhein zu gelangen; Pech für diesen Teil der Donau, die damit nie Wien sehen wird. Denn in Richtung Osten fällt es bis Wien gemächlich auf einer Länge von 700 km soweit ab, bis die Donau auf der Höhe ist, die der Rhein nur 25 – 30 km westlich von uns hat. Dementsprechend wild, spetakulär und abfallend geht es Richtung Gutach, Kinzig, Rhein. Von St. Georgen geht es zunächst links am Naturschwimmbad vorbei, entlang der B33 nach Sommerau, wir fahren aber natürlich nicht auf der Bundesstrasse, sondern haben links davon einen Radweg, der auch ab und an etwas auf Abstand geht, also bis nach Sommerau, wo das Strässchen rechts entlang der Wasserscheide abbiegt. Es geht noch eine Weile immer wieder bergauf in Richtung Staude über die Passhöhe. Aber jetzt sind wir oben und können es sehr oft rollen lassen. Man hält jetzt weitgehend die Höhe und hat nach links immer wieder die schönsten Panoramen. Und wenn die Kühe mit ihren Glocken bimmelnd auf den satt grünen Weiden vor sich hin wiederkäuen, hat man manchmal das Gefühl, im Allgäu zu sein. Milchkannen an Bauernhofausfahrten, der Milchtankwagen. Und in den Wäldern alles voller Blaubeersträuchern. Man kommt am Mooshof raus. Ab jetzt geht es nur noch bergab nach Hornberg 7 km, an einem kleinen See vorbei runter ins Schwanenbachtal. Ab der Serpentine wird es ernst, wenn man hier noch den äusseren Bogen nimmt, wird es nicht gleich so ernst. Auf jeden Fall sehr gut aufpassen und gut abbremsen. Es geht ziemlich steil bergab, und nach dem Winter ist immer wieder mit Schäden in der Strasse zu rechnen. Verschnaufpause am Gasthof Lamm, über die Hälfte ist jetzt schon geschafft und es wird nicht mehr ganz so steil. Weiter immer die Strasse am Schwanenbach entlang, es sind vom „Lamm“ noch 3 km. Bis Hornberg sind es ab St. Georgen 23 km. An der Gutachbrücke im Cafe kann man sich stärken. Wobei man jetzt alle naselang Gelegenheit dazu bekommt. 10 km weiter sind wir am Vogtsbauernhof (3 km vor Hausach), im dortigen Wirtshaus zum Hofengel mit Biergarten schon im Freilichtmuseum ist das Schwarzwaldgefühl auf jeden Fall perfekt. Bis Gengenbach sind es jetzt noch 32 km das Kinzigtal hinab. Die Vogtsbauernhöfe selber würden auch einen Abstecher lohnen, mit dem Oberrheinischen Museumspass ist das Vergnügen sogar kostenlos. Haslach mit seiner Altstadt, seiner Klosterkirche lohnt einen Stop. Cafes reihen sich auf dem Weg dorthin. Endstation ist dann Gengenbach mit seinem historischen Marktplatz, wenn wir Glück haben, werden wir, nachdem wir durch das Stadttor radeln, mit einem Konzert des Musikvereins empfangen, die Zimmerleute sind gerade dabei, den Maibaum aufzustellen.

SO 07.07.2013 Bodensee, Stein am Rhein.
Die letzten beiden Jahre waren wir bei den Pfahlbauten in Unteruhldingen und der Insel Reichenau. Endpunkt ist immer Konstanz und von dort der Bahnhof Kreuzlingen. Dieses Jahr steigen wir nicht am Seebahnhof in Radolfzell aus, sondern schon oben bei den Vulkanen in Singen am Hohentwiel. Direkt vor dem grossen Gebäude von Maggi steigen wir aus dem Untergrund. Maggi zur linken, den Bahnhof zur rechten geht zum Ende der Strasse. Und jetzt kommt der Trick, nicht dem Wegweiser zur Strasse folgen, man muss die äussere Rampe des Parkhauses hinauf zu der Eisenbahnbücke radeln, um als Radler rüber zum Flüsschen Biber zu kommen und die Tour beginnt hinunter nach Stein am Rhein. Vor Ramsen fordert einen auf freiem Feld ein Schild am Radweg auf, stehen zu bleiben. Man soll wohl nicht achtlos das Bundesgebiet verlassen oder unbewusst die Eidgenossenschaft betreten. Vielleicht soll man auch in sich gehen und Gewissenerforschung betreiben, ob man den schwarzen Koffer wirklich still und heimlich über die Grenze schmuggeln will. Wie dem auch sei, ich denke 15 Sekunden, um vielleicht ein Foto zu machen, dürften als Gedenkminute reichen und wir radeln weiter, da vorne ist auch schon die Schweizer Grenzstation und oben auf dem Bahnhofsgebäude prangt der Hinweis, dass man für die Abfahrtszeit der nächsten Bahn im Internet nachschauen soll. Stein am Rhein ist ebenso schön wie mit Touristen gefüllt. Auch wenn wir noch nicht mal 15 km geradelt sind, und das auch noch abwärts, machen wir hier eine Pause. Diesmal mehr als 15 Sekunden. Die Stadt ist malerisch im wahrsten Sinne des Wortes, Gemälde auf den Häusern zur grossen und kleinen Geschichte, das Rathaus, das Kloster, alles da. Nur das alte hölzerne überdachte Flussschwimmbad, das ich noch von früher in Erinnerung hatte, gibt es nicht mehr. Dafür aber: Auf der Rheinbrücke ans linksrheinische Ufer wird man eindringlich aufgefordert, nur dann von der Brücke zu springen, wenn kein Schiff unten durch fährt oder Anlegemanöver durchführt. Im weiteren geht es dann abseits der Strasse jenseits der Bahnlinie Richtung Konstanz/ Kreuzlingen mit immer wieder tollen Ausblicken, die ein stetiges Vorwärtskommen immer wieder ausbremsen, weil es zu schade ist, ohne ein Bild verewigt zu haben, einfach stur durchzuradeln. Später dann, wenn es auf den Bodensee zu geht, wird es dann enger, die Berg kommen ans Ufer und man radelt durch die malerischen Orte direkt. Auf meiner Vortour letzten Sonntag war es 35 Grad. Ich war froh, sicherheitshalber meine Badehose eingepackt zu haben. Immer nur den See anzuschauen, an Strandbädern vorbeizuradeln, das grenzte irgendwann an Folter. In Ermatingen machte ich kurz halt, das Strandbad lockte. 18 Grad sind zwar nicht warm, aber eine erfrischende Runde mit Blick hinüber zur Reichenau war einfach göttlich. Und jetzt wird der Bodensee ja täglich etwas wärmer, nehme ich mal strark an. In Konstanz kommen wir am Abzweig zum Bahnhof Kreuzlingen an, aber wir lassen es am Hafen ausklingen, mit Blick auf die Imperia und jenseits des Sees mit Blick auf die schneebedeckten Berge im Biergarten oder einem Eiscafe. Länge 50 km. An- /Abreise Schwarzwaldbahn. 8:09 in Karlsruhe. Und WICHTIG: Ausweis mitnehmen, wir verlassen die EU
Es ist zwar für einen Sonntag schon in aller Herrgottsfühe, aber wenn wir wirklich viel vom Tage haben wollen, nehmen wir die Schwarzwaldbahn um 8:09 im HBF Karlsruhe. Wir treffen uns um 7:45 in der Bahnhofshalle an der Buchhandlung, um gleich zum Zug hoch gehen zu können und Fahrradplätze sichern. Packt die Badehose ein ... der Sommer kann heiss sein und der See verführerisch locken. Sicher ist sicher, habe ich mir gesagt, und die Badehose frisst ja kein Brot, also habe ich sie eingepackt.
Und hier kurz das Zeitgerüst: Wir kommen in Singen um 10:48 an. Bei 50 km sind die reine Radelzeit 3,5 Stunden. Wenn wir um 17:30 von Kreuzlingen nach Hause fahren, sind wir um 20:48 in Karlsruhe. Wir habe also für Stein am Rhein, für ein Bad im Bodensee 3 Stunden Zeit und immer noch einen Reservepuffer von einer Stunde zum Zug um 18:30 (21:48 Karlsruhe). Wir können also den Urlaubstag geniessen :-) Wenn wir mehr als 10 Mitradler sind, will ich die Tour zur Disposition bei der DB anmelden, deshalb wäre es gut, wenn ich schon frühzeitig einen Überblick bekomme, die DB will etwa eine Woche vorher schon die Anmeldung.
Wir waren 16 Radler, hatten super Sommerwetter und alle hatten gute Laune. Es konnte also nichts schiefgehen. Und es ging auch nichts schief. Und bei schliesslich 30 Grad, wurde aus der Radtour beim Strandbad Ermatingen, ein Duathlon. 20 Grad Wasser schockt nur beim reingehen, aber wenn man mal drinnen ist im herrlichen Bodensee, will man so schnell auch nicht wieder raus. Die Insel Reichenau sah zum Greifen nah aus, nur wenn wir wirklich rüber geschwommen wären, hätten wir aus dem Duathlon einen Triathlon machen müssen. In Ermangelung unserer Stahlrösser hätten wir nach Konstanz rennen müssen. So entschieden wir uns für die effektivere Variante und beliessen es beim Reichenau angucken, schwammen wieder zu unserem Strand zurück und setzten dann unsereren Ironman aus Radeln - Schwimmen - Radeln nach Konstanz fort. Und hier jetzt Bilder von unserer wirklich tollen Truppe, zum Teil auch Fotos von Mitradlern. Jetzt sind schon einige Bilder im Album, vielleicht kommen noch mehr Bilder, also immer wieder mal reinschauen. SO 07.07.2013 Bodensee, Stein am Rhein. DIE TOUR

SO 15.09.2013 Canal de la Bruche
Appenweier - Strasbourg - Molsheim 100 km, flach, An-/Abreise mit der Schwarzwaldbahn. Am 15.09.13 ist der letzte Tag des diesjährigen Bugatti-Festivals, da wird sicher der eine oder andere Bugatti zu sehen sein. Ansehen kann man sie auf jeden Fall im Stadtmuseum im Kathäuser-Kloster. Abfahrt Karlsruhe 9:09 Gleis 6. Treffpunkt 8:40 vor der Bahnhofsbuchhandlung, damit wir in den Zug einsteigen und Plätze reservieren können, wenn er um 8:48 einrollt.

Tour Canal de la Bruche. 15.09.2013 mit Bugatti-Festival. Hier Stimmungsbilder zur Tour

Der Wetterbericht war nicht berauschend, aber trotzdem war die Chance, dass wir dem Regen entwischen konnten. Bei unserer Rast am Fischweier von Hangenbieten kletterte das Thermometer sogar auf sommerliche 28 Grad. Und wenn es regnete, dann war es ein sachtes Nieseln, eigentlich gut für die Haut. Und immer nur vorübergehend. Richtig geregnet hat es dann, nachdem wir vom Turm der Dreifaltigkeits wieder runtergestiegen sind. Aber da war ja dann das Zelt beim Bugatti-Treffen. Und als wir dann zur Rückfahrt starteten, war das Wetter uns wieder wohlgesonnen. Hier Bilder von unserer Tour 15.09.13, Blick auf Molsheim vom Turm der Dreifaltigkeitskirche und einige der Bugatti's

Infomationen zur Tour
Oberrheinischen Museumspass nicht vergessen, er gilt im Stadtmuseum von Molsheim. Picknick ist empfehlenswert, wir machen unterwegs am Fischweier in Hangenbieten Rast. In Molsheim kann man dann auch einkehren, ich habe genügend Zeit eingeplant. Hier der grobe Zeitplan: KA 9:09 Gleis 6 Ankunft Appenweier 9:51 Appenweier 9:55 18 km bis Kehl um 11:10 weiter Strasbourg – Canal-de-la-Bruche – Fischweier Hangenbieten 21 km Hier dann Rast von 12:40 – 13:10 Weiter sind es über Avolsheim noch 15 km nach Molsheim, wo wir nach 54 km um 14:10 sind. Bis 15:30 ist dann Zeit für Einkehr und Besichtigungen. Da an diesem Wochenende auch das Bugatti-Fest ist, sind bestimmt auch noch Oldtimer und aktuelle Modelle unterwegs. Bugatti ist jetzt eine Exklusiv-Marke von VW, die in kleiner Stückzahl im benachbarten Dorlisheim gefertigt werden. 15:30 geht es dann wieder zurück, 30 km bis zur Rheinbrücke im Jardin-de-deux-rives: 17:45 kurze Pause, dann schaffen wir es bis 19:00 nach Appenweier. 19:07 Appenweier Gleis 1 Der nächste Zug geht eine Stunde später 20:07, dann ist noch Zeit für ein Eis in Appenweier. Alternativ gibt es noch in Kehl die OSB 18:04, Ankunft in Appenweier 18:15 mit Anschluss 18:40 nach Karlsruhe
Einige Informationen zu Unterwegs:
Canal-de-la-Bruche: Die Bruche entspringt in den Vogesen und mündet nach 77 km in die Ill in Strasbourg. 1682 vollendete Vauban den Kanal, der in Avolsheim beginnt und nach 19,78 km und 11 Schleusen in Strasbourg endet. Er wurde für den Transport von Steinen und Gütern für die Befestigungsanlage in Strasbourg (Vauban-Wehr). Später bis zum 2. Weltkrieg wurde er für den Transport des Weins, Bauholz und Ziegeln nach Strasbourg genutzt.
Avolsheim: St. Ulrich 1000, der 8 eckige Turm 12 Jh. 1770 wurde eine Apsis durch ein Kirchenschiff ersetzt. Nach dem Bau 1911 der benachbarten St. Materne, wurde in St. Ulrich das Kirchenschiff wieder durch die Apsis ersetzt. In der Reformation wurden die Fresken weiss übertüncht. Die Bilder wurden erst 1967 wieder freigelegt.
Molsheim: ab 1580 Zentrum der Rekatholisierung des Elsass. Als Kontrapunkt zu den protestantischen Universitäten von Strasbourg und Basel wurde die Jesuiten-Universität mit Promotionsrecht (1617) gegründet. Molsheim war Residenzort der Bischöfe von Strasbourg. Vorangetrieben wurde das vom Habsburger Erzherzog Leopold V von Österreich-Tirol, Regent von Vorderösterreich (1619) und Bischof von Strasbourg (1602). Markantes Bauwerk aus dieser Zeit ist die barocke im nachgotischen Stil gebaute St-Georg-und-Dreifaltigkeitskirche der Jesuiten. Die Orgel ist eine authentische Silbermann-Orgel (1781). St. Georg ist auch im Wappen von Molsheim, allerdings nicht wie meistens als Drachentöter dargestellt, sondern gerädert, da Kaiser Diokletian ihn als christlichem römischen Offizier aufs Rad gebunden hat, um ihm die Knochen zu brechen und zum abschwören des Glaubens zu bringen. Georg hatte gegen die Diskriminierung und Verfolgung der Christen demonstriert und überlebte verschiedene Foltermethoden. Das trug dann im Mittelalter zur Zeit der Kreuzzüge zur Drachentöter-Legende bei. Bekannt ist Molsheim auch als Wirkungsstätte von Ettore Bugatti. Er hat nicht nur Automobile gebaut (im benachbarten Dorlisheim), sondern in den 30er Jahren auch einen Hochgeschwindigkeitszug. Die Fondacion Bugatti hat in einem Teil des Stadtmuseums ein Museum. Das Stadtmuseum ist im Haus des Priors des Karthäuserklosters. Das Kloster ist heute Museum, man kann die Mönchszellen, den Klostergarten und wie gesagt ebenso auch Technik und Automobile am selben Ort besichtigen. Es gilt der Oberrheinische Museums-Pass, also diesen nicht vergessen. Neben all diesem ist Molsheim mit seinen vielen historischen Bauten wie dem Stadttor Schmiedeturm, Rathaus, Metzig (ehemalige Metzgerinnung) und dem historischen Karussel auf dem Marktplatz, der Kartause, Château d’Oberkirch sehenswert. Einige Fahrplandaten SNCF / DB Sonntag:Rückfahrt Molsheim - Strasbourg: 15:05 16:06 17:05 18:06 19:05 19:20 Dauer max 21 Minuten Strasbourg – Appenweier: 14:52 16:22 17:23 17:51 19:22 20:22 Dauer max. 24 Minuten Kehl – Appenweier: 15:04 16:34 17:34 18:04 19:34 20:34 Dauer 11 Minuten Appenweier – KA: 16:07 16:40 17:07 18:07 18:40 19:07 20:07 21:07 42 Minuten Hinfahrt Karlsruhe 8:09 Gleis 11 – Appenweier 8:50 Karlsruhe 9:09 Gleis 6 – Appenweier 9:50 10:10 nach Kehl 10:21


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NORDSEE, eine Liebe
Es ist Ostern 2013, der Winter ist offensichtlich vor vielen Wochen gekommen, um zu bleiben. Und trotzdem oder vielleicht auch deswegen, schaue ich mir immer öfter meine Bilder von den Nordseeradtouren an. Dabei würde das Wetter eher dazu passen, dass ich mir vor Jahrzehnten einmal schwor, „nie wieder Nordsee“. Es war 1962, ein Jahr nach dem Mauerbau, die Sommerferien hatten gerade angefangen und ich bin mit dem Zug in Niebüll angekommen, mit der Fähre nach Wyk auf der Insel Föhr und dort mit einem blau-weissen Mercedes-Stadtbus, schon das neuere Modell O 322 wie auch in Mannheim irgendwohin, wo ein Erholungsheim des Roten Kreuzes war. 6 Wochen Erholung waren angesagt, damit ich mal endlich etwas dicker werde. Wenn ich mir das jetzt so überlege, ich war gerade mal 11 Jahre, hatte kein Smartphone mit Internetanschluss, geschweige denn einen Laptop, wahrscheinlich nur einen Zettel, wo draufstand, wo ich wann umsteigen muss, meine praktischen Erfahrungen hatte ich eigentlich nur bei Strassenbahnfahren in Mannheim gesammelt, aber ich bin ohne GPS, Internet an der richtigen Haltestelle auf eine Insel mitten in der Nordsee angekommen. Alles war anders, ungewohnt, ich war gespannt. Ich gewöhnte mich daran und genoss irgendwann, Hering schon zum Frühstück. Ich gewöhnte mich daran, dass man einen Friesennerz brauchte, wenn man aus der Tür ging, ab genoss es nicht, jeden Tag durch den Regen zu wandern. Und das unwirtliche Meer nur anzuschauen, und allenfalls, immer noch im gelben Friesennerz barfuss durchs Watt zu laufen, wenn man auf der richtigen Seite der Insel war. Die 5 Badetage, also nicht mal einer pro Woche, reichten allerdings, um meinen Dampfer mit Aufziehmotor in einen total funktionsuntüchtigen verrosteten Seelenverkäufer zu verwandeln. Aber es gab zwei Dinge, die den Aufenthalt interessant werden liessen. Die eine war Frauke, die bei jedem Wetter das beste aus der Nordsee rausholte, und uns Kinder bei Laune hielt, sie wollte ich eigentlich heiraten, ganz heimlich natürlich, und das andere war ein Junge in meinem Alter aus Halle. Er sah eigentlich genauso aus wie wir, er benahm sich wie wir, dabei musste er doch ganz anders sein, wenn er aus einem Teil Deutschlands kommt, dessen Namen man nur in Gänsefüsschen setzen durfte, oder ein „sogenannte“ davorstellen, und die hinter Mauer und Stacheldraht lebten. Ich wusste zwar nicht, wie ein Kommunist auszusehen hat, halt anders eben oder irgendwie. Ich interviewte ihn alles mögliche, fragte ihn Löcher in den Bauch, wollte wissen, mit was für Reklame sein elektrischer Obus beklebt war, ich begann fast zu zweifeln, dass es wirklich zwei Staaten gab, obwohl man in der Zeitung, im Geschichtsuntericht ja schon die Bilder davon sah. Aber leibhaftig mit so einem geschichtsträchtigen Jungen in einer Gruppe zu sein, liess einen nicht immer daran denken, dass das Wetter an der Nordsee beschissen war. Aber in diesem Jahr ist ja auch der Bodensee zugefroren. Wenn ich dort gewesen wäre, wäre ich vielleicht auch mit einem Trauma nach Hause gekommen, oder wäre mit der Überzeugung nach Hause gekommen, dass man doch über Wasser laufen kann und heute vielleicht schon ertrunken. Nie wieder bringt mich jemand an die Nordsee, schwor ich meinen Eltern. Späte Liebe ist die intensivere und auch robustere. Auf Bildern sieht sie ja schön aus, die Strandkörbe, die Schafe auf den Deichen, das sich so wunderbar anfühlende Watt, die Möven. Ich entdeckte die Nachtzüge, und beim Abklappern der Ziele, war auch der Norden dran. Es war ein langes 1. Novemberwochenende, eigentlich die richtige Zeit, um entweder die Nordsee endgültig abzuhaken oder sie lieben zu lernen. Die Sonne brannte vom Himmel, kein Wölkchen brachte Schatten, es wurden sogar Strandkörbe wieder aus dem Schuppen geholt und rausgestellt. Ich aß Hering in einer Bude an einem Sielhafen schon am Vormittag, war in der Kirche, in der sich Störtebecker mit seinen Seeräubern verschanzte, wenn es an Land mal eng wurde, wobei er heute keine Chance mehr gehabt hätte, liegt Marienhafe heute nicht mehr, wie der Name sagt, am Meer, sondern kilometerweit im Landesinnern. Also kurzum, der Beginn einer Nordseeliebe war gelegt. Das Wetter ist eigentlich gar nicht so übel, durch den Wind verschwindet auch eine Regenfront schnell wieder und in Ermangelung von nennenswerten Gebirgsstrecken gibt es den Gegenwind. Das ist ungefähr das gleiche. Wenn man nur von der allgemeinen Windrichtung ausgeht, müsste man in Emden die Tour anfangen. Aber das funktioniert nur, wenn überhaupt, wenn man eine Wochenendtour macht. Da kann man am Tag vorher schauen, wie rum der Wind weht und dann die Tour entweder in Emden oder in Wilhelmshaven anfangen, wenn man zum Beispiel Ostfriesland nimmt. Aber ich bin auch schon in Norddeich losgefahren und hatte fürchterlichen Gegenwind.
Cuxhaven
Dramaturgisch ist allerdings die Richtung von Hamburg Richtung Norddeich wesentlich reizvoller. Man radelt zunächst aus der Stadt an der Elbe über Cuxland hoch Richtung Cuxhaven und freut sich darauf, endlich das Meer zu sehen, mit den Füssen ins Watt zu gehen. Als ich letztes Jahr dort war, hatte ich vor, in Cuxhaven den ersten Abend zu verbringen, also fuhr ich ab Hamburg-Harburg zunächst noch mit der Regionalbahn ein Stück Richtung elbeabwärts (das war ja noch inclusive im Nightliner-Ticket und kostete keinen Aufpreis, wenn man es auf den Sonderpreis gleich mitbuchte), unterquerte damit ein Regengebiet und stieg dann auf halber Strecke bei Sonnenschein aus. Ich wusste, ich werde Gegenwind haben und er war heftig. Zunächst kam ich durch Marschland mit seinen Kanälen und Schleusen, irgendwo rechterhand war die Elbe. Irgendwann sah man die Containerschiffe, die Elbe war schon so breit, dass sie eher wie eine Bucht als ein Fluss aussah. Die alte Liebe mit dem alten Leuchtturm mit einer lateinischen Inschrift, der Semaphor waren mein erstes Ziel. Der Semaphor zeigt der Schifffahrt die von der Elbe ins Meer fährt die Windrichtung und Stärke an der Elbmündung, auf Helgoland und auf Borkum an, damit sich die Schiffe darauf einstellen können. Auch wenn der Semaphor nur noch ein Denkmal ist, wird er gestellt. Für mich interessant war Borkum, denn das war meine Richtung. Der Wind war Nord-West, also hätte ich auch dort Gegenwind gehabt. Wenn der Wind so bleibt, hätte ich zumindest Richtung Bremerhaven etwas Rückenwind. Die Phasen von Rückenwind, Gegenwind, Seitenwind wechselten immer wieder ab, es gab jetzt keine bevorzugte Richtung. Es mag sein, dass in der Summe mehr Gegenwind war als Rückenwind. Aber wichtiger ist für mich, dass es in dieser Richtung eine Steigerung des Erlebniswertes gibt. In Kurzform hat man sie auf der Strecke Hamburg - Cuxhaven. Ich bin aus der Stadt und sehne mich nach dem Meer. Und die Umsetzung habe ich nur in dieser Richtung. Anders herum fahre ich direkt ins Seebad, halte mich kurz dort auf, um dann wieder in die Stadt zu fahren. Und in der Nacht sitze ich nicht am Strand sondern irgendwo in der Stadt, die ich hier auch habe. So radelt man jetzt weiter Richtung Kugelbake, zu den Strandkörben, der Festung Kugelbake, die, wenn auch ein Kanonenrohr Richtung Meer zeigt, hauptsächlich Küstenschutzfunktion gegen die Meeresgewalten hat. Deswegen wurde sie auch nicht von den Alliierten nach dem Krieg geschleift. Bremerhaven
Wenn man jetzt weiter über Bremerhaven Richtung Jadebusen fährt und in Eckwarderhörne auf die Fähre nach Wilhelmshaven wartet, kann man ins Watt oder auch schwimmen. Wilhelmshaven
Anfang August 2012 war in Wilhelmshaven ein grosses Festival der Strassenmaler. Beeindruckend, es fand auch Eingang in das Guinessbuch der Rekorde war das 3D Gemälde der Arche Noah. Der Platz hinter dem Hauptbahnhof ist topeben, aber wenn man am richtigen Punkt steht, hat man das Gefühl, an einer Schlucht zu stehen und von unten recken 2 Giraffen die Hälse hoch. Ostfriesland
Emden, Mühlenweg
Norderney
Von Wilhelmshaven kann man über den nagelneuen Jadeport hoch nach Horumersiel oder man zögert das Meererlebnis noch etwas raus und fährt über das schöne Städtchen Jever mit seinem Schloss. Man kommt dann in Carolinensiel raus. Bis jetzt wurde dort immer was gefeiert, wenn ich dort war, der Raddampfer tuckerte in den Hafen, der Shantychor sang Seemannslieder. Überhaupt die Sielhäfen, die sich an der Küste reihen, mit ihren Buden, wo man sich mit Hering und Krabben, frisch gefangen oder gepult, stärken kann. Dann auch mal eine Rettungsaktion anleiern, weil man unterwegs eine Kuh erst hörte und dann sah, wie sie hilflos in einem Wassergraben lag und nicht mehr rauskam. Dann wurde der Deichgraf angerufen, der den Bauern ermittelt, wie es ausging, weiss ich nicht, solange wollte ich jetzt auch nicht warten. Es ging weiter Richtung Norddeich. Norddeich war dann mein festes Quartier, ein Tag Norderney musste sein, Radeln, Seebad, Schwimmen. Wenn die Tidezeiten passen, kann man auch nach Norderney, wie auch zu den anderen Inseln durchs Watt laufen. Bei der kleineren Nachbarinsel Baltrum, die man anschliessend auch zu Fuss erkunden kann, habe ich das auch gemacht. Aber auf Norderney ist man ohne Fahrrad doch sehr eingeschränkt. Bei einer Spritztour Richtung Greetsiel stellte ich fest, das der Wind jetzt Richtung Nordost blies. Also am nächsten Morgen mit dem Regionalzug nach Emden und von dort den ostfriesischen Mühlenweg mit starkem Rückenwind nach Norden. Das andere Ufer des Dollart ist schon Holland. Der Geschwindigkeitsrausch machte so Spass, dass ich von einem Ranger vom Rad geholt werden musste, weil ich allen Warnungen und Pfiffen zum Trotz in ein Naturschutz Sperrgebiet geradelt bin. Ich hatte die Pfiffe und Signale zwar gehört, sie aber nicht auf mich bezogen. Es waren ja noch andere Radler unterwegs hinter mir. Allerdings, als ich mir die Ermahnung anhörte, war auf einmal kein anderer Radler mehr da. Also jetzt mit Gegenwind wieder 8 km zurück. Und das meine ich mit Dramaturgie, wenn man in Norddeich oder Emden die Tour beginnt, macht man die Höhepunkte gleich am Anfang und fährt weg davon. Und das andere ist. Der Nachtzug kommt von Hannover her kommend in Hamburg an. Man ist dann entweder gleich oder spätestens nach einer Stunde Zugfahrt auf den Rädern. Nach Emden sind es noch mal 3 Stunden Zugfahrt. Und wenn Norddeich oder Emden der Endpunkt der Tour sind und man mit dem Zug nach Hamburg fährt, hat man Hamburg noch bis Mitternacht für sich bevor es im Zug ins Bett geht.


======2012
AUSKLANG 2012
Weltuntergang ins Wasser gefallen, Frühlingsbeginn zum Advent Nummer 4. Wir waren dort, es hat uns allen Spass gebracht und auch Plaisier.
Bilder vom Ausflug zum Gengenbacher Adventskalender 23.12.2012

EILMELDUNG Gengenbach Termin Sonntag 23.12.12 14:45 / 15:09
Man kann es kaum fassen, des Advents letzte Runde, 3 Kerzen leuchten in des Kranzes Runde. Nur eine noch bis beendet die besinnliche Zeit, bzw. dem, was zum Besinnen bleibt. Geöffnet sind auch schon dreiviertel der Fenster, Chagall, Unger, Trapp, kleine Gespenster, 23.12., der Sonntag in Sicht, drum melde sich noch, wer will, und tat’s nicht. Und noch was, dieses ist der Tag danach, die Welt ging ja unter, oh weh und ach. Doch an sich war’n die Maya nur zu faul zum Schreiben, und liessen den neuen Kalender ganz einfach bleiben. Das ist doch menschlich und kein Weltuntergang, so was passiert mir alle Nase lang. Also es bleibt, wie ich es sprach, Sonntag 23.12.2012 Gengenbach
Die Zeremonie ist um 18 Uhr. Wir treffen uns im HBF an der Buchhandlung um 14:45. Wir fahren ab Karlsruhe mit der Schwarzwaldbahn um 15:09 (Gleis 7), KA 15:09 Gleis 7, Umsteigen in Offenburg 15:56 von Gleis 5 auf Gleis 7 OSB 16:04. In Gengenbach sind wir um 16:12. Der Marktplatz mit Adventsmarkt und Rathaus ist etwa 1 km entfernt, also auch zu Fuss erreichbar. Wenn man durch die Seitengassen geht, mit den Kohleschütten, taucht man in Mittelalter ein. Vom hinteren Stadttor kann man über den Markt blicken. Und anschliessend über den Markt zum Rathaus schlendern und versuchen, sich einen guten Platz zu sichern. Und da ist noch ein Ding, Jubiläum ohne Ende in Gengenbach. Der Oberrhein ist die Wiege des Weihnachtsbaumes. Vor 436 Jahren: Der Weihnachtsbaum wird in Gengenbach erwähnt! Eine große Schau zur Geschichte des Weihnachtsbaums reicht vom Museum Haus Löwenberg bis in Bereiche des Gengenbacher Adventsmarktes. Das Haus Löwenberg lohnt sich also dieses Jahr besonders. Es ist mehr als nur Museum, der Knödelfresser, die Überkopfkugelbahn sind nicht nur ein Spass für Kinder. Und im Museumsshop wimmelt es von Ideen. Wenn man um 18:51 zurückfährt (Karlsruhe 19:49), muss man in Offenburg zwar nicht umsteigen, aber der Genuss in Gengenbach wird vielleicht etwas abrupt beendet. Um 19:45 fährt die OSB auf Gleis 7 um 19:54 in Offenburg ein, um 20:02 fährt die Schwarzwaldbahn auf Gleis 6 nach Karlsruhe, es müsste der gleiche Bahnsteig sein. In Karlsruhe ist man um 20:49. Falls noch jemand nicht weiss, um was es eigentlich geht: In Gengenbach ist es ja inzwischen Kult, der weltgrösste Adventskalender im Rathaus. Und vor allem das allabendliche Türöffnungszeremonial. Durch die Fenster von Marc Chagall bin ich vor einigen Jahren darauf aufmerksam geworden, und seit damals habe ich, haben wir einige der Kalender gesehen. Das Thema dieses Jahr ist „The Best of“, man hat also die Gelegenheit, einen Querschnitt durch den Kalender der vergangenen 16 Jahre zu sehen. Auf dem Platz vor dem Rathaus ist der Adventsmarkt. Die Altstadt mit den mittelalterlichen Gassen, die ganze Stimmung, es ist ein Eintauchen einfach in etwas anderes und vor allem ein Eintauchen in etwas schönes. Und noch was, das Museum Haus Löwenberg am Platz ist immer den Besuch wert, und seit letztem Jahr gilt hier der oberrheinische Museumspass. Also nicht vergessen, mitzunehmen. Gengenbach Adventskalender
ich radelte einfach so für mich hin, das Freibad am Hafen, danach war mir der Sinn. Am Friedrichsplatz , es plätschert der Regen, es war auch nicht kalt, kein Schnee auf den Wegen. Doch an die Bäume, ich fass es nicht, werden Sterne gehängt mit leuchtendem Licht. Zapperlot, so dünkt’s mir, Panik steigt auf. Hört dieses Jahr etwa schon wieder auf? Es war doch erst Sommer, mit Sonne am Meer, Radtouren, Wärme, so lang ist’s nicht her. Doch auch noch andre Zeichen, man kann Lebkuchen nicht mehr ausweichen, die Panik steigt, hab ich was verpasst? Drum Angst besiegt man, wenn man’s anfasst. Der Worte sind’s genug, zumal ich suchen muss jetzt ein Lokal, wenn den Brauch, entstanden in vielen Jahren, wir wollen auch dieses Jahr bewahren. Der langen Rede kurzer Sinn, den schreib ich jetzt in Prosa hin. Eigentlich sind es ja zwei Termine, einer hier und einer vielleicht in Gengenbach. Getroffen haben wir uns immer Freitag abend nach der Arbeit in den letzten Jahren. Ich denke das wird den meisten am besten passen. Letztes Jahr waren wir im Trompeter von Säckingen, im Prinz Max war es auch immer schön. Das Gold in der Oststadt hat seinen verschlafenen Charme wohl gerade deswegen verloren, es eignet sich jetzt weniger. Die Alte Bank könnte ich mir vorstellen, aber sie ist auch immer gut besucht. Was ich sagen will, für Dezember muss ich mich sputen. Das Studieren von Lokalen und Speisenkarten, gibt’s was mit Fleisch und auch ohne das, kann man auch Meeres Frucht erwarten ? so radelte ich durch manche Strass. Passt auch der Termin, die Plätze, die Zeit ? Ist es auch schön, dass es uns freut ? Und falls das Wetter macht nicht so an, fährt dorthin auch die Strassenbahn? Die Suche im Nebel, in der Nacht, in pfeifendem Wind hat ein Ziel gebracht. Wir waren schon dort, es liegt zentral, hat für jeden was, gut erreichbar zumal. Prinz Max ist der Ort, ich habs getan Und meldete unsere Gruppe an. Am Feitag, Dezember, 7 Auch abends um 7, dabei ist’s geblieben.

Ende

Touren 2012
SO 30.09.2012 Von Hinterweidenthal zum Biosphärenhaus nach Fischbach
und an der Wieslauter nach Wissembourg. 50 km mit mehr Gefälle als Steigungen, aber alles moderat. An- /Abreise mit der Bahn

SO 15.04.2012 Nibelungenstadt Worms
mit dem Dom und dem grössten jüdischen Friedhof Deutschlands. Anreise bis Mannheim mit der Bahn und dann über das Naturschutzgebiet Biedensand mit dem Fahrrad nach Worms. Mannheim - Worms hin und zurück 60 km, eben.
SO 10.06.2012 Bodensee von Radolfzell auf die Insel Reichenau und von dort nach Konstanz.
50 km ebene Strecke am See. An- /Abreise mit der Schwarzwaldbahn.


Weiteres zum Tourverlauf, Abfahrtszeiten, Treffpunkt siehe weiter unten.
SO 06.05.2012 von St. Georgen auf der Wasserscheide über Hornberg - Hausach nach Gengenbach.
60 km, anfangs moderate Steigungen und dann permanent abwärts ins Tal. Eine Anmerkung, bis die Zuflüsse der Donau auf das gleiche Höhenniveau wie der Rhein, der gerade mal 40 km weg ist, gefallen sind, braucht die Donau die Entfernung bis Wien. Wir fahren es runter, nicht Richtung Wien, gute Bremsen sind deshalb schon vonnöten. An- /Abreise mit der Schwarzwaldbahn.


Nächste Touren
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Tour Biosphärenpark Fischbach SO 30.09.2012
Wir hatten herrlichstes Wetter, wenn man die Überschrift anklickt, sieht man jetzt auch Bilder der Tour. Die Schaltung war wieder in Ordnung. Ein schwächelnder Schlauch hielt aber noch bis zu grossen Rast am Biosphärenhaus, wo er dann geflickt wurde. Allerdings gab es nach dem Start zu Weiterfahrt Schwund von knapp 5%. Aber in Wissembourg fanden sich dann letztendlich doch wieder alle ein. Übrigens wurden wir von Pauken und Trompeten dort empfangen :-)
Weiteres zum Tourverlauf, Abfahrtszeiten, Treffpunkt
KA (RE 28010) 9:07 Gleis 1 – Landau 9:37 Gleis 4 Landau (RB 28214) 9:42 Gleis 3 – Hinterweidenthal 10.23 MA (RB 28214 / RB 28270) 8:43 Gleis 3 – Hinterweidenthal 10:23 Rückfahrt ab Wissembourg :33 nach KA und MA (Details siehe unten) Das heisst, der Zug aus Mannheim fährt über Landau direkt ohne Umsteigen nach Hinterweidenthal. Aus Karlsruhe muss man in Landau in den Zug umsteigen, der aus Mannheim kommt.
Um 9:07 fährt ein Doppelzug mit jeweils 2-teiligen VT642. Dieser Zug kann ca. 10 Fahrräder pro Waggon, wenn man sie platzsparend stapelt aufnehmen. Als ich heute (23.09.12) gefahren bin, waren mit meinem Rad 5 Fahrräder in „meinem“ Waggon. Der Zug aus Mannheim, in den wir in Landau umsteigen, hat wesentlich mehr Kapazität. Es ist ebenfalls ein Doppelzug, bestehend aus jeweils 3-teiligen VT642. Diese haben dann zusätzlich zu den 10 Fahrrädern in einem Endwagen noch 24 Fahrradplätze im Mittelwagen. Er hatte heute morgen noch genügend freie Plätze. Auf dem Rückweg ab Wissembourg verkehren im wesentlichen 2- und 3-teilige VT642. Aber da bin ich, da ich wegen massiver Verspätung in Wissembourg den Anschluss in Winden verpasst habe, bei dem schönen Spätsommerwetter die restlichen 25 km nach Karlsruhe geradelt in Erwartung der Weinfeste mit Neuem Wein und Zwiebelkuchen am Wegrand. Und ich wurde nicht enttäuscht. In Kandel ging es am Bahnhof hoch her mit Musik. Und der neue Rote Süsse hätte süchtig machen können. Zusammen mit leckerem Zwiebelkuchen, verhalf er mir als Daniel Düsentrieb zu erhöhter Geschwindigkeit auf dem schönen Weg durch den Bienwald über Wörth nach Karlsruhe. Ich sollte also möglichst bald wissen, wie viele Radler wir sind, damit ich bei der DB angeben kann, mit wie viel Radlern disponiert werden sollte. In Landau müssen wir umsteigen in den Zug aus Mannheim. Wir kommen auf Gleis 4 an und müssen auf Gleis 3. Das liegt aber dummerweise nicht am selben Bahnsteig, also müssen wir in den 5 Minuten Umsteigezeit Treppe und Aufzug runter und das gleiche am Gleis 3 wieder hoch. Und jetzt heisst es aufgepasst. Der vordere Wagen fährt nach Pirmasens, das sitzen schon die Mannheimer drin. Wenn Platz ist können wir oder ein Teil von uns dazu. Der Rest sprintet zum 2. Wagen, falls wir den brauchen, gehe ich auf jeden Fall mit in den 2. Wagen. In Hinterweidenthal Ost wird der Zug getrennt. Wir bleiben aber auf jeden Fall im Zug sitzen und lassen uns trennen. Später finden wir schon wieder zusammen. Den Treffpunkt haben wir heute festgelegt zwischen den beiden Bahnhöfen. Den Hinterweidenthal Ost muss man sich folgendermassen vorstellen. Im Hintergrund am besten die Meldodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Der Bahnhof in der Pampa sieht schon aus wie ein Geisterbahnhof aus einem Wildwestfilm. Und wenn man durch den Urwald den Weg in die Zivilisation gefunden hat, trifft diese einen mit geballter Macht, sich zum Radweg durchzuschlagen ist eher was für Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben. Also einfach im Zug sitzen bleiben und alles wird gut. Und jetzt, wo wir uns in Hinterweidenthal Ort getroffen haben, beginnt die Kür durch wunderschöne Landschaften. Die ersten 9 km ist es sehr moderat, eben bis leicht ansteigend. Dann kommen 2 km, wo es zwischen 4 und 7 % wird. Aber es ist zu schaffen. Unfreiwillig hatte ich heute ein Tourenrad mit eingebautem Handicap. Am Morgen bei der Fahrt zum Bahnhof, ein laut vernehmbares zzziiingggg und der Seilzug für die vordere Schaltung war gerissen. Und ich nur noch mit dem Hamstergang wild tretend im kleinsten Gang zum Bahnhof fuhr. Grübel, grübel und studier, in der Bahn alles angeschaut, und überlegt, wie ich das Rad wieder tourtauglich mache. Mit einer Wäscheklammer und 3 Lüsterklemmen den Schaltzug im mittleren Gang fixiert, und fest mir der Befestigung vom Klick-Fix verbunden. Damit hatte ich dann den mittleren Gangbereich zur Verfügung. Zwar bei 7% keinerlei Schaltreserve mehr, aber absteigen musste ich auch nicht. Was ich sagen will, man kommt hoch. Die nächsten 1,5 km wird es dann wieder flacher bis dann der Asphalt endet. Die Verlockung ist gross, auf der geteerten Strasse wieder runter zu fahren, aber nein Stopp halt. Wir warten aufeinander und fahren halb rechts den geschotterten Weg noch einen halben km bergauf. Jetzt kommen wir an einem Platz an, wo es in allen Richungen weitergeht. Wir nehmen rechts den Schotterweg nach Fischbach (7,1 km). Und hier heisst es aufpassen. Und langsam fahren. Es geht bergab, links fällt es relativ steil ab, also aufpassen. Und Abstand halten. Nach 2 km kommen wir an einen idylischen kleinen See. Aber hier ist die Strasse geteert. Es geht bergab. Wenn wir das Biosphärenhaus erreicht haben, haben wir 21 km hinter uns. Es ist etwa 12:15. Zeit für eine Rast. Ganz oben im Biosphärenhaus wartet auf der Sonnenterrasse oder auch drinnen leckeres Essen oder auch Kuchen. Wer will, kann auch auf dem Baumwipfelpfad durch die Wipfel wandern. Das Fahrrad muss allerdings unten bleiben. Vom Biosphärenhaus fahren wir dann rüber über die Wiese und den Wald Richtung Schönau. Urlaubsgefühle bekommt man, wenn man auf einem mehrere hundert Meter langen Holzsteg über die Wiese zum Wald rüber radelt. Bis Wissembourg sind es 28 km, sodass die gesamte Tour knapp 50 km lang ist. Es kommen jetzt nur kleinere Steigung. Und tendenziell geht die Tour eh bergab. Hinterweidenthal Ost 10:21 Hinterweidenthal (Richtung Pirmasens 28214) 10:23 bzw. Hinterweidenthal Ort (Richtung Bundenthal 28270) 10:27 Wenn sich viele anmelden, werde ich die beiden Züge bei der Bahn anmelden, damit sie Mehrfachtraktion (max. 3-fach möglich) in ihre Disposition nehmen. Wissembourg Rückfahrt: Wer von den Karlsruhern will, kann von hier über den Pamina-Radweg nach Karlsruhe radeln (45 km) oder immer um :33 (ausser 17:32) mit der Bahn über Winden (umsteigen, Ankunft :52 Abfahrt :54 am selben Bahnsteig gegenüber) nach Karlsruhe fahren. Der Zug 17:32 fährt über Landau (Ankunft 18:01 Bahnsteig unbekannt, Abfahrt 18:07 Gleis 2 E 86103 nach Karlsruhe. Das ist der historische Bundenthaler, ein grosser Schienenbus mit hohem Einstieg. Er fährt um 16:47 in Bundenthal ab und fährt ohne Umsteigen nach Karlsruhe. Bundenthal liegt an unserer Rad-Route von Fischbach nach Wissembourg). Wir Karlsruher fahren mit dem Regio-X-Ticket (23,30 5 Personen, 14,50 Single) des KVV, das gilt auch bis Hinterweidenthal, obwohl das schon ausserhalb des KVV liegt. Es liegt aber auf der Strecke nach Bundenthal, und das ist wieder KVV. Wissembourg liegt im KVV. Da alles KVV ist, ist die Fahrradmitnahme kostenlos. Von Wissembourg nach Mannheim geht es ebenso :33 (ausser 17:32). Umsteigen in Neustadt/Weinstrasse von Gleis 3 nach 4, wahrscheinlich gleicher Bahnsteig. Ankunft :14, Abfahrt :30, Ankunft Mannheim :04 Fahrtdauer 1:31 h. Letzte Abfahrt 20.33

Tour Insel Reichenau, Bodensee SO 10.06.2012

Weiteres zum Tourverlauf, Abfahrtszeiten, Treffpunkt
8:09 Gleis 11, 10:59 Radolfzell Da es seit diesem Jahr nicht mehr das BW-Ticket für 5 Personen gibt, sondern jede Personenzahl zwischen 1 und 5 einen eigenen Preis hat, muss ich exakt wissen, wieviele Personen mitfahren. Deshalb ist es dringend empfohlen, sich bis spätestens den Samstag vorher anzumelden. Am besten über email oder die online-Anmeldung auf der ADFC-Seite. Damit ich eine Übersicht habe und eventuell noch ein Ticket ergänzen kann, treffen wir uns bis 7:40 in der Bahnhofshalle an der Buchhandlung. Der Zug trifft um 7:48 ein, um sich Fahrradplätze zu sichern, gehen wir sofort auf den Bahnsteig.
Radolfzell - Allensbach - Insel Reichenau - Konstanz
Wenn man diese Überschrift anklickt, sind auch Bilder der Tour vom 10.06.12 zu sehen. Der Wetterbericht war ja nicht gerade motivierend. Wir wurden auch mit leichten Regentropfen empfangen. Grosse Pfützen überall zeugten von einem verregneten Morgen. Aber wenn Engel reisen, in Allensbach reichte es schon, um im Kneipp-Becken im kalten Wasser zu waten, auf der Reichenau hatten wir Sonne pur und beim Fisch