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Wasserscheide, von St. Georgen nach Gengenbach am SO 09.08.2015

Veröffentlicht am 06.08.2015

Bilder vom Tourverlauf St. Georgen auf der Wasserscheide über Hornberg - Hausach nach Gengenbach.

65 km, anfangs moderate Steigungen, es sind etwa 100 Hm und dann permanent abwärts ins Tal.

Eine Anmerkung, bis die Zuflüsse der Donau auf das gleiche Höhenniveau wie der Rhein, der gerade mal 40 km weg ist, gefallen sind, braucht die Donau die Entfernung bis Wien. Wir fahren runter Richtung Rhein, nicht Richtung Wien, gute Bremsen sind deshalb schon vonnöten. 

An- /Abreise mit der Schwarzwaldbahn. Abfahrt HBF KA 9:09

Dazu treffen wir uns um 8:35 vor der Bahnhofsbuchhandlung, damit wir zeitig genug zum Bahnsteig können, wenn die Bahn um 8:48 einläuft. Und ich einen Überblick habe, für wieviele Mitradler ich BW-Tickets kaufen muss.

von St. Georgen auf der Wasserscheide über Hornberg - Hausach nach Gengenbach.
Auch wenn wir in St. Georgen am höchsten Bahnhof der Schwarzwaldbahn sind, im Sommerau-Tunnel war der Scheitelpunkt der Bahnstrecke, müssen wir noch etwa 8 km radeln, bis wir auch mit den Fahrrädern den höchsten Punkt der Wasserscheide erreicht haben. Der Höhenunterschied ist dabei unter 100 m, wobei man allerdings zwischendrin zum Verschaufen auch schon mal etwas Höhe verliert. Eindrucksvoll ist, wenn wir oben auf dem Scheitelpunkt der Wasserscheide Richtung Passhöhe radeln. Richtung Westen fliesst dann alles über den Rhein Richtung Nordsee, Richtung Osten alles über die Donau Richtung Schwarzes Meer. Doch fliesst wirklich alles Richtung Schwarzes Meer? So wie es ein kleines Dorf gab, das die Frage, ob ganz Gallien von den Römern besetzt war, nicht mit einem eindeutigen Ja beantworten liess, gibt es auch östlich von hier oben auf der Wasserscheide, eine kleine Stadt, Immendingen, ebenfalls ein Bahnhof der Schwarzwaldbahn, welches einen "Asterix" beherbergt, der diese eindeutige Trennung, so wie man sich eine Wasserscheide vorstellt, ins Wanken bringt. Das ist das Naturschauspiel der Donauversickerung. Das Wasser, das dort im Karst des Weissen Jura versickert, kommt am Aachtopf, der grössten Quelle Deutschlands wieder ans Tageslicht und fliesst von dort bei Radolfszell in den Bodensee. Von dort ist es natürlich nicht mehr weit, um zum Rhein zu gelangen; Pech für diesen Teil der Donau, die damit nie Wien sehen wird. Denn in Richtung Osten fällt es bis Wien gemächlich auf einer Länge von 700 km soweit ab, bis die Donau auf der Höhe ist, die der Rhein nur 25 – 30 km westlich von uns hat. Dementsprechend wild, spetakulär und abfallend geht es Richtung Gutach, Kinzig, Rhein. Von St. Georgen geht es zunächst links am Naturschwimmbad vorbei, entlang der B33 nach Sommerau, wir fahren aber natürlich nicht auf der Bundesstrasse, sondern haben links davon einen Radweg, der auch ab und an etwas auf Abstand geht, also bis nach Sommerau, wo das Strässchen rechts entlang der Wasserscheide abbiegt. Es geht noch eine Weile immer wieder bergauf in Richtung Staude über die Passhöhe. Aber jetzt sind wir oben und können es sehr oft rollen lassen. Man hält jetzt weitgehend die Höhe und hat nach links immer wieder die schönsten Panoramen. Und wenn die Kühe mit ihren Glocken bimmelnd auf den satt grünen Weiden vor sich hin wiederkäuen, hat man manchmal das Gefühl, im Allgäu zu sein. Milchkannen an Bauernhofausfahrten, der Milchtankwagen. Und in den Wäldern alles voller Blaubeersträuchern. Man kommt am Mooshof raus. Ab jetzt geht es nur noch bergab nach Hornberg 7 km, an einem kleinen See vorbei runter ins Schwanenbachtal. Ab der Serpentine wird es ernst, wenn man hier noch den äusseren Bogen nimmt, wird es nicht gleich so ernst. Auf jeden Fall sehr gut aufpassen und gut abbremsen. Es geht ziemlich steil bergab, und nach dem Winter ist immer wieder mit Schäden in der Strasse zu rechnen. Verschnaufpause am Gasthof Lamm, über die Hälfte ist jetzt schon geschafft und es wird nicht mehr ganz so steil. Weiter immer die Strasse am Schwanenbach entlang, es sind vom „Lamm“ noch 3 km. Bis Hornberg sind es ab St. Georgen 23 km. An der Gutachbrücke im Cafe kann man sich stärken. Wobei man jetzt alle naselang Gelegenheit dazu bekommt. 10 km weiter sind wir am Vogtsbauernhof (3 km vor Hausach), im dortigen Wirtshaus zum Hofengel mit Biergarten schon im Freilichtmuseum ist das Schwarzwaldgefühl auf jeden Fall perfekt. Bis Gengenbach sind es jetzt noch 32 km das Kinzigtal hinab. Die Vogtsbauernhöfe selber würden auch einen Abstecher lohnen, mit dem Oberrheinischen Museumspass ist das Vergnügen sogar kostenlos. Haslach mit seiner Altstadt, seiner Klosterkirche lohnt einen Stop. Cafes reihen sich auf dem Weg dorthin. Endstation ist dann Gengenbach mit seinem historischen Marktplatz, wenn wir Glück haben, werden wir, nachdem wir durch das Stadttor radeln, mit einem Konzert des Musikvereins empfangen, Gengenbach findet immer Gelegenheiten, etwas zu feiern.